Archiv für den Monat: April 2015

Fredelius im Radio – RPR1 zu Gast in der Mainzer Werkstatt

Heute Morgen durften wir eine Reporterin vom Radiosender RPR1 in der Werkstatt begrüßen. Die Rundfunkanstalt für Rheinland-Pfalz ist auf „Der Tod des Filmemachers“aufmerksam geworden und berichtet vom Drehort in Mainz inklusive Interview mit Regisseur Cornelius Koch.

RPR1

Der Beitrag ist hier anhörbar:

Auf der Webseite des Radiosenders sind weitere Infos abrufbar:
http://www.rpr1.de/news/510850/mainzer-filmstudent-sucht-sponsoren

Wir wünschen euch bis auf Weiteres einen schönen Tag! 🙂

Köpfe und andere Körperteile

Wie Fred in unserem Pitchvideo bereits erwähnt hat, „klappt das mit der Mundbewegung noch nicht so richtig“. Die Animation der Köpfe in Der Tod des Filmemachers ist aus vielfachen Gründen eine große Herausforderung, die mehr bedarf, als bloß einen Kopf zu drücken.

Bei einem Film werden mehrere Einzelbilder so schnell hintereinander gezeigt, dass dadurch die Illusion einer flüssigen Bewegung erzeugt wird. Um die Illusion einer flüssigen Mundbewegung zu erzeugen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder ist der auf den Bildern gezeigte Kopf selbst verformbar, wobei derselbe Kopf für jedes Bild minimal verändert wird und dadurch beweglich erscheint. Oder – und so machen wir es bei Der Tod des Filmemachers –  Teile des Kopfes sind austauschbar, wobei für jede gewünschte Mimik ein anderer Kopf bzw. andere Teile an den Kopf angebracht werden.

Zunächst entstanden grobe Skizzen für die Hauptfiguren Fred, Tanja und Chris.
Kopfskizzen
Fest steht, dass die Köpfe mit kleinen Miniaturaugen versehen werden sollen, deren Blickrichtung anpassbar ist. Um die Emotionen der Figur sichtbar zu machen, braucht es noch weitere Möglichkeiten, die notwendige Mimik von Bild zu Bild auszudrücken. Entscheidend ist dabei neben der Fähigkeit, den Mund zu bewegen, auch die Beweglichkeit der Augenbrauen.
Bein GußNicht zuletzt aus Kostengründen setzten wir uns zunächst mit einem Silikongießverfahren auseinander, bei dem es möglich sein sollte, die Augenbrauen und den Mund mittels flexiblen Drähten zu animieren. Zunächst muss dabei eine Positivform modelliert und anschließend mit Gips gegossen werden. Später kommen die Armatur aus Kugelgelenken bzw. gezwirbeltem Draht in die Gussform. Diese wird dann mit Silikon eingegossen, das in einem zum jeweiligen Protagonisten passenden Hautton eingefärbt wurde. Dieses Verfahren eignet sich wegen der Materialeigenschaften und der Handhabung sehr gut für Arme und Beine. Für den Kopf bedarf es allerdings einer anderen Technik. Tests ergaben, dass unsere Köpfe, mit einer Größe von drei Zentimetern, zu filigran sind, um sie mit Draht funktional auszustatten.
Tanja early (2)

Hand Gießen Silikon

Für unsere Köpfe ist es deshalb am praktikabelsten, das sogenannte Replecementverfahren zu benutzen. In unserem Fall bestehen die Köpfe aus drei Teilen: dem Hinterkopf, in dem die Augen sitzen, einer Gesichtsmaske, die jeweils eine andere Augenbrauenstellung beinhaltet, und zuletzt aus dem Mund. Durch diese Aufteilung brauchen wir nur einen universellen Hinterkopf, auf den je nach Emotion die passende Maske und der passende Mund kommen. Vorteilhaft an diesem Verfahren ist auch, dass alle Münder mit allen Masken kompatibel sind. So kann also die Mundbewegung auf denselben Gesichtsausdruck animiert werden, ohne ständig den gesamten Kopf austauschen zu müssen.

Kopf herstellung Skizze

Wir sind sehr gespannt darauf, euch bald die ersten Testergebnisse dieses Verfahrens zeigen zu können.